The Consequences of the New Basel Capital Accord (Basel II) for Bank Lending to Corporate Borrowers

The Consequences of the New Basel Capital Accord (Basel II) for Bank Lending to Corporate Borrowers

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Inhaltsangabe:Abstract: The central problem and resulting question of this thesis was: 'Will Basel II make credits in the a€žMittelstanda€ more expensive?' In view of the previous analysis on possible capital requirements and changes in credit conditions for German small and medium-sized enterprises, the answer to this question can be adequately answered: On average, Basel II does not make credits in the a€žMittelstanda€ more expensive. Basel II has an influence on the amount of regulatory capital the banks have to hold. The costs of this scarce factor are included in the risk premium which is part of the borrowera€™s credit rent. Therefore, the credit rent would ceteris paribus be higher if capital requirements rose. However, it has been shown that for about 90% of German companies, capital requirements will even be lower in Basel II. This is because these companies will belong to the retail segment in Basel II where there is a reduction in regulatory capital (compared to the current 8%) up to a high probability of default between 7% and 8%, which would apply to a company in default or bankruptcy. Additionally, capital requirements for small and medium-sized enterprises can be further reduced due to the extended recognition of collaterals. Basel II has introduced types of collaterals that small and medium-sized companies are more often able to deliver, namely account receivables and real estate. It can therefore be concluded that a possible future increase in average credit rent levels for German small and medium-sized enterprises must have other reasons than the banksa€™ costs for regulatory capital. Zusammenfassung: a€žJede Wirtschaft beruht auf einem Kreditsystem, das heiAŸt, auf der irrtA¼mlichen Annahme, der andere werde gepumptes Geld zurA¼ckzahlena€œ (Kurt Tucholsky, 1931) Kreditinstitute spielen eine besondere Rolle in modernen Volkswirtschaften. Sie sind nicht nur Mittler zwischen Kreditnehmern und Einlegern, sondern stellen darA¼ber hinaus vielfAcltige nicht bilanzwirksame Finanzdienstleistungen zur VerfA¼gung. Dabei ist der professionelle Umgang mit Kredit-, Markt-, LiquiditActs- und anderen Risiken eine der wichtigsten Leistungen von FinanzintermediAcren. Solche Risiken dA¼rfen jedoch nicht zu InstabilitActen im Finanzsektor fA¼hren. Aœber die eigene Risikovorsorge der Institute hinaus wurden deshalb besondere Aufsichtsregeln fA¼r Kreditinstitute geschaffen, unter denen die Eigenkapitalregeln eine herausragende Rolle einnehmen. Im dynamischen und komplexen Finanzsystem von heute kann Sicherheit und SoliditAct nur durch das Zusammenspiel von effizienter GeschAcftsfA¼hrung der Banken, Marktdisziplin und wirksamer Aufsicht erreicht werden. Die Eigenkapitalvereinbarung von 1988 (Basel I) konzentrierte sich auf das gesamte Eigenkapital einer Bank, das fA¼r die Begrenzung des Insolvenzrisikos einer Bank und der mApglichen Kosten fA¼r die Einleger beim Konkurs der Bank entscheidend ist. Darauf aufbauend zielt der neue Entwurf der Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf grApssere Sicherheit und SoliditAct des Finanzsystems ab, indem die internen Kontrollsysteme und die GeschAcftsfA¼hrung der Banken, die AœberprA¼fung durch die Aufsicht und die Marktdisziplin einen hApheren Stellenwert erhalten. Der Baseler Ausschuss hat im April 2003 nach zwei vorherigen Konsultationspapieren vom Juni 1999 und vom Januar 2001 in einem dritten Konsultationspapier VorschlAcge zur Neufassung der Baseler Eigenkapitalvereinbarung von 1988 unterbreitet. Im Kern geht es darum, die Kapitalanforderungen an Banken stAcrker als bisher vom Apkonomischen Risiko abhAcngig zu machen und neuere Entwicklungen an den FinanzmAcrkten sowie im Risikomanagement der Institute zu berA¼cksichtigen. Demnach sollen sich die Eigenkapitalanforderungen an Banken fA¼r die Unterlegung von Risikoaktiva kA¼nftig stAcrker an den tatsAcchlichen RisikoverhAcltnissen der Kreditkunden orientieren. Um die derzeit pauschale Risikoaktiva-Unterlegung zur Bestimmung des aufsichtsrechtlich zu unterlegenden Eigenkapitals abzulApsen, wird mit der Anerkennung bankinterner als auch externer Ratingverfahren die EinfA¼hrung eines flAcchendeckenden Ratings angestrebt. Ratings dienen der individuellen BonitActsbeurteilung und erlauben somit, jeden einzelnen Kreditnehmer auf sein individuelles (Ausfall-) Risiko zu A¼berprA¼fen und zu bewerten. Demnach kann das Ergebnis des jeweiligen Kreditnehmer-Rating zukA¼nftig die derzeitigen Eigenkapitalanforderungen an Banken sowohl positiv als auch negativ beeinflussen und somit respektive die Kreditkonditionen der Kreditnehmer erhAphen oder senken. Sofern Eigenkapital ein knappes Gut darstellt, scheint es sinnvoll, dass kA¼nftig die Kreditzinsen umso hApher ausfallen werden, je mehr Eigenkapital eine Bank fA¼r ein spezifisches GeschAcft mit einem bestimmten Kunden vorzuhalten hat. In diesem Kontext zeichnet sich die Vermutung ab, dass es in Zukunft zu einer deutlich stAcrkeren Konditionenspreizung zwischen den unterschiedlichen KundenbonitActen kommen wird. Eine risikoadAcquate Eigenkapitalausstattung - so wichtig diese auch ist - kann die Solvenz einer Bank und die StabilitAct des Bankensystems alleine nicht gewAchrleisten. Entscheidend ist letztlich das von der GeschAcftsleitung bestimmte Risiko- und Ertragsprofil einer Bank in Verbindung mit deren FAchigkeit, die eingegangenen Risiken zu steuern und dauerhaft zu tragen. Der Baseler Ausschuss will daher darauf hinwirken, dass die bankeigenen (internen) Risikosteuerungssysteme weiter verbessert und diese durch die zustAcndigen Aufsichtsinstanzen A¼berprA¼ft werden. Mit diesem neuen Element wird in Deutschland und vielen anderen LAcndern, in denen die AufsichtstActigkeit bisher vor allem durch die Analyse von Meldungen und Berichten der Banken sowie der PrA¼fungsberichte der WirtschaftsprA¼fer gekennzeichnet ist, ein Paradigmenwechsel zu einer stAcrker qualitativ ausgerichteten Bankenaufsicht vollzogen. DarA¼ber hinaus ist eine Erweiterung der Offenlegungspflichten fA¼r Banken vorgesehen, um die disziplinierenden KrAcfte der MAcrkte komplementAcr zu den regulatorischen Anforderungen zu nutzen. Der neue Baseler Eigenkapitalakkord besteht daher aus drei sich gegenseitig ergAcnzenden SAculen, um die StabilitAct des nationalen und des internationalen Bankensystems besser abzusichern: - SAcule 1: Mindestkapitalanforderungen. - SAcule 2: Bankaufsichtlicher AœberprA¼fungsprozess. - SAcule 3: Erweiterte Offenlegung. Ein zentrales Thema der Ausgestaltung von Basel II sind die mApglichen Auswirkungen der neuen Eigenkapitalregeln auf die VerfA¼gbarkeit von Bankkrediten und auf die Kreditkonditionen fA¼r den Mittelstand. Dieser lAcAŸt sich generell durch quantitative und qualitative Merkmale von GroAŸunternehmen abgrenzen. Zu den quantitativen Kriterien zAchlen z.B. Anzahl der Mitarbeiter, UmsatzgrApAŸe oder die Bilanzsumme. Der qualitative Aspekt hingegen bezieht sich im wesentlichen auf die Beziehung zwischen Unternehmen und EigentA¼mer. Charakteristisch fA¼r den Mittelstand ist demnach die UnabhAcngigkeit eines Unternehmens, d.h. es befindet sich i.d.R. im Eigentum einzelner Personen, Familien oder eines eng begrenzten Personenkreises. Die Tatsache, daAŸ in der Bundesrepublik Deutschland von dieser Finanzierung fast 50% der deutschen Bruttoinvestitionen, etwa 60% der BruttowertschAppfung, circa 70% aller ArbeitsplActze sowie 80% der AusbildungsplActze abhAcngen, verdeutlicht besonders die Bedeutung des Mittelstandes. Angesichts dieser groAŸen Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen fA¼r Innovationen, fA¼r das gesamtwirtschaftliche Wachstum und fA¼r die BeschAcftigung liegt das Hauptaugenmerk der deutschen Verhandlungsdelegation darauf, bei der Konzeption von Basel II die Besonderheiten des Mittelstands im Vergleich zu groAŸen Unternehmen zu berA¼cksichtigen, um eine Benachteiligung kleiner und mittlerer Firmen auszuschlieAŸen. Die Kopplung der Kreditkonditionen an das nun fA¼r alle Kreditnehmer zwingende Rating wird hierbei speziell im Hinblick auf die strukturellen Besonderheiten des Mittelstandes mit Skepsis betrachtet. So impliziert beispielsweise die (vielfach) unzureichende Eigenkapitalausstattung mittelstAcndischer Unternehmen bei den kreditgewAchrenden Banken hAphere Risiken als bei GroAŸunternehmen. HAphere Risiken wiederum resultieren in einem vergleichsweise schlechteren Rating. Das bereitet gerade dem fA¼r die Wirtschaft so wichtigen Zweig der MittelstAcndler erhebliche Sorgen, da diese bis zu 75% ihres gesamten Finanzierungsbedarfes A¼ber Bankkredite decken. Dabei ist die Besorgnis A¼ber die kA¼nftige Kreditversorgung des Mittelstandes durch viele Facetten geprAcgt, wie bspw. die Angst vor einem RA¼ckzug der Banken aus dem MittelstandsgeschAcft bis hin zu Kreditrationierungs- und KreditverteuerungsAcngsten. Pressestimmen erschA¼ttern mit Panikmeldungen wie: a€žRA¼ckzug der GroAŸbanken aus der Mittelstandsfinanzierunga€œ, a€žGefahr fA¼r Finanzierung des Mittelstandesa€œ, a€ž25 Prozent hAphere Kreditkosten fA¼r kleine und mittlere Unternehmena€œ, a€žInfolge von Basel II droht einem Viertel der MittelstAcndler das Ausa€œ etc. Fakt ist, dass sich in den letzten Jahren bedingt durch die Trends der Globalisierung, Liberalisierung und Securitization ein tiefgreifender Wandel des internationalen Finanzsektors vollzogen hat. Das fA¼hrte zu einem immer noch fortwAchrenden Umbruch der nationalen Bankenlandschaft sowie zu VerAcnderungen im KreditgeschAcft. Dieser Strukturwandel resultiert in einer enormen VerschAcrfung der Wettbewerbssituation im Bankensektor, was sich in Bezug auf das KreditgeschAcft in den derzeit niedrigen Zinsmargen, die in keinem VerhAcltnis zu den eingegangen Risiken stehen, ausdrA¼ckt. Im Zuge dieser StrukturAcnderungen sowie bedingt durch das in der Vergangenheit stark durch Pleitewellen beeintrAcchtigte mittelstAcndische FirmenkreditgeschAcft sind die Banken im Umgang mit ihren Kreditkunden ohnehin vorsichtiger geworden. Die Informationslage A¼ber die erwarteten VerAcnderungen von Basel II und dem damit verbundenen Rating gestaltet sich zum jetzigen Zeitpunkt im Mittelstand noch sehr dA¼rftig. So glauben laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) nur 37% der befragten Unternehmen gut bis sehr gut auf die bevorstehenden VerAcnderungen vorbereitet zu sein, 50 % mittelmAcAŸig bis unzureichend und 8% der Befragten fehlte eine Vorbereitung gAcnzlich.6 Dieser Fakt birgt erhebliches Risikopotential fA¼r die kleinen und mittelstAcndischen Unternehmen. Unbedingte Aufgabe des Finanzmanagement ist deshalb eine intensive Auseinandersetzung mit der finanzwirtschaftlichen Lage des Unternehmens, um die Chancen und Risiken der zukA¼nftigen VerAcnderungen zu erkennen und zu steuern. Bei der Vorbereitung mA¼ssen sich die Unternehmen selbstkritische Fragen stellen, die als Anlass zur Verbesserung der UnternehmensfA¼hrung gesehen werden kApnnen. Die Chancen, neues Kapital und bessere Konditionen von den Kreditinstituten zu bekommen, steigen mit der FAchigkeit, die Entwicklung, Vorhaben und Zukunftsperspektiven des Unternehmens transparent, nachvollziehbar und schlA¼ssig prAcsentieren zu kApnnen. Je nach QualitAct des Ratings erApffnen sich neue MApglichkeiten. Durch ein gutes Rating kApnnen Fremdfinanzierungskosten drastisch gesenkt und neue Finanzierungsquellen erschlossen werden. Umgekehrt werden kleine und mittelstAcndische Unternehmen, die den neuen Transparenzanforderungen nicht genA¼gen, mit erheblich hApheren Kapitalkosten und einer Verschlechterung ihrer Finanzierungslage rechnen mA¼ssen. Inwieweit sich nun nach heutigem Informationsstand die neuen Eigenkapitalvorschriften der Bankenaufsicht fA¼r Kreditinstitute tatsAcchlich auf die Finanzsituation des Mittelstandes, und hier insbesondere auf die Kreditkonditionen auswirken werden und welche Entwicklungen letztlich daraus resultieren, ist Gegenstand der Untersuchung dieser Diplomarbeit. Inhaltsverzeichnis: List of FormulasI List of FiguresII List of TablesIII List of AbbreviationsIV 1.The Development of Basel II2 1.1The Third Consultative Document5 1.1.1Pillar 3 - Disclosure6 1.1.2Pillar 2 - Supervisory Review Process7 1.1.3Pillar 1 - Minimum Capital Requirements7 1.2Central Problem9 1.3Line of Proceeding11 2.Credit Risk in Basel II and its Impact on Credits to German small and medium-sized Enterprises12 2.1Regulatory Capital for Credit Risk in Basel II17 2.1.1Standardised Approach18 2.1.2IRB Approach21 2.1.3IRB Risk Weight Formulas for the Retail and the Corporate Segment24 2.1.4Minimum Requirements and Disclosure in the IRB Approach26 2.1.5Credit Risk Mitigation Techniques in Basel II26 2.2Small and medium-sized Companies in Germany29 2.2.1The quantitative Aspect29 2.2.2The qualitative Aspect32 2.2.3Current Situation in the a€žMittelstanda€œ32 2.2.4Financial Structures in the a€žMittelstanda€œ34 2.2.5German small and medium-sized Enterprises and Rating in Basel II38 2.3Regulatory Capital Requirements for German small and medium-sized Enterprises44 2.3.1Capital requirements for German small and medium-sized Enterprises46 2.4Impact of Regulatory Capital Requirements on Credit Conditions53 2.4.1Changes in Credit Rents for German small and medium-sized Enterprises55 3.Conclusion and Outlook58 3.1Basel II causes structural Changes in Credit Pricing58 3.2Structural Crisis of Banks and Credit Pricing59 3.3German small and medium-sized Enterprises have to take Action65 3.3.1Capital Base65 3.3.2Transparency65 Appendix A:Common Framework of the IRB Formula for Risk Weights67 A.1Factor 169 A.2Factor 276 A.3Factor 377 A.4Calculation of Risk Weights77 A.5Supplementary Information on Volatility and Variance77 A.6Supplementary Information on Expected and Unexpected Loss79 Appendix B:Calculation of IRB Risk Weights in Practice80 B.1Example Calculations83 Reference List85 Summary in German93Problem. Since 1999, the discussion in the consultation period has mostly been directed to the calibration of risk weights for ... were especially given by the German delegation, which even threatened to veto Basel II in the first half of 2002 .

Title:The Consequences of the New Basel Capital Accord (Basel II) for Bank Lending to Corporate Borrowers
Author:Katrin Sülberg - 2004-07-08


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