'Thought Self Leadership' und Mentales Training für das Management

'Thought Self Leadership' und Mentales Training für das Management

4.11 - 1251 ratings - Source

Inhaltsangabe:Einleitung: a€ž Puff, puff, chug, chug, went the Little Blue Engine. `I think I can a€“ I think I can a€“ I think I can a€“ ` Up, up, up. Faster and faster the little engine climbed, until at least they reached the top of the mountain. And the Little Blue Engine smiled and seemed to say as she puffed steadily down the mountain. `I thought I could. I thought I could. I thought I could ...a€. Diese Textstelle aus dem bekannten Kinderbuch a€žLittle Blue Enginea€œ von Watty Piper steht am Beginn dieser Arbeit, weil sie den Gegenstand der Untersuchung treffend beschreibt. a€ž... I think I can a€“ I think I can ...a€, die Art wie die Lokomotive zu sich selbst spricht beschreibt eine kognitive Strategie. Die Strategie einer selbst-bestActigenden Aussage, in diesem Fall mit dem Ziel den Berg zu erklimmen, steht stellvertretend fA¼r die Strategien welche viele LeistungstrAcger in Organisationen heute verwenden oder zumindest empfehlen, um ihre Leistung zu erhAphen und ihre Ziele zu erreichen. Der Einsatz von kognitiven Strategien wie der eben angefA¼hrte Selbstdialog (auch self talk und inner dialogue) oder die mentale Visualisierung (auch mental imagery) soll die Leistung beeinflussen. Positive und negative Effekte konnten in zahlreichen Studien A¼ber die verschiedensten Disziplinen hinweg aufgezeigt werden. Die Spannbreite der Studien reicht von der Sportpsychologie A¼ber die klinische und beratende Psychologie, der Kommunikation bis hin zu Bereichen, welche sich mit dem Verhalten in Organisationen und dem Management beschAcftigen. Die ermittelten EffektgrApAŸen, vor allem in einigen Studien der Sportpsychologie, sind beeindruckend. Doch wie lassen sich diese Ergebnisse erklAcren? Was steckt hinter dem Begriff a€žMentales Traininga€œ und welche kognitiven Strategien werden verwendet? Wie kann das Management aus diesen Strategien Nutzen ziehen? Um diese Fragen zu beantworten, werde ich als Ausgangspunkt ein Modell aus der kognitiven Psychologie heranziehen, nAcmlich das Thought Self-Leadership Modell. Dieses Modell verwendet zwei kognitive Strategien: self-talk und mental imagery. Diese beiden Strategien sind fA¼r das Spektrum der in der Literatur vorkommenden Anwendungen des Mentalen Trainings sehr relevant. Auf dem VerstAcndnis dieser Strategien aufbauend, lAcsst sich in der Folge ein guter Aœberblick A¼ber MApglichkeiten des Mentalen Trainings und dem Thought Self-Leadership Modells in Sport und Management beschreiben. AbschlieAŸend werden auch Erkenntnisse der Gehirnforschung in diese Arbeit einflieAŸen, um ein besseres VerstAcndnis der Wirkungsweise von kognitiven Strategien zu ermApglichen. Auch wenn es im Rahmen dieser Arbeit nicht mApglich ist, alle Aspekte mentaler Trainingsformen aus Sicht der Gehirnforschung zu beleuchten und aufzuzeigen, welche exakten VorgAcnge bei bestimmten kognitiven Strategien im menschlichen Gehirn ablaufen, so sollen die AusfA¼hrungen dem Leser dennoch helfen, ein GrundverstAcndnis fA¼r diese Thematik zu erhalten. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung und Motivation5 2.Bereiche der Psychologie und Kognitive Wende7 2.1Aœberblick A¼ber die Bereiche der Psychologie8 2.2Kognitive Wende11 3.TSL Modell13 3.1Self Talk und Mental Imagery16 3.2Weitere Variablen und WirkungszusammenhAcnge des TSL Modells19 3.3Das Gesamtmodell an Hand eines Beispiels23 4.Mentaltraining (MT)25 4.1Definition von MT25 4.2Ziele von MT27 4.3Voraussetzungen fA¼r MT29 4.4Wirkungen von MT30 4.5AnwendungsmApglichkeiten von MT32 4.6Die fA¼nf Schritte von MT35 4.7Wirkungsweise von MT37 4.8Abgrenzung zu TSL38 5.Anwendungen von TSL und MT40 5.1TSL und MT im Sport40 5.1.1Fallbeispiel im Sport: HA¼rdenlaufen - Auf dem Weg zur Olympiamedaille44 5.2TSL und MT im Management46 5.2.1Fallbeispiel im Management: Statement des Abteilungsleiters50 5.2.2Weitere AnwendungsmApglichkeiten von self talk und mental imagery52 5.2.3Das Autogene Training55 6.Wirkungsweise von TSL und MT60 6.1Grundlagen des menschlichen Gehirns60 6.1.1Grundlagen der Gehirnforschung61 6.1.2Der mentale Dreiklang - Kognition, Emotion, Motivation67 6.2Hypothesen zur Wirkungsweise von TSL und MT70 6.2.1Mentales Training und das ideomotorische Prinzip70 6.2.2TSL - mental imagery72 6.2.3TSL - self talk75 6.2.4Exkurs: Eine Sichtweise aus der KA¼nstlichen Intelligenz83 7.Kritische Betrachtung der Konzepte90 7.1Kritik am TSL Modell und am Mentaltraining90 7.2Gedanken zum AusmaAŸ von kognitiven Strategien95 7.3Gedanken zur organisatorischen Einbettung von MT und TSL97 7.Schlussbetrachtung101 8.Quellen103 8.1Literaturverzeichnis103 8.2Internetquellen108 8.3Abbildungsverzeichnis109 Textprobe:Textprobe: Kapitel 5.2.2, Weitere AnwendungsmApglichkeiten von self talk und mental imagery: Im Folgenden mApchte ich auch die AusfA¼hrungen von zwei in den USA sehr bekannten Psychologen und Managementberatern zu den Themen self talk und mental imagery erwAchnen, da ihre Arbeiten einen noch tieferen Blick in die AnwendungsmApglichkeiten fA¼r das Management ermApglichen. So findet sich die von Weinberg et. al beschriebene Technik des Gedankenstopps auch bei Anthony Robbins, einem erfolgreichen amerikanischen Managementberater der letzten Jahrzehnte. Er beschreibt die Methode des Gedankenstopps mittels Focus und Incarnations. Focus ist fA¼r Robbins die Bewusstmachung eines unangenehmen GefA¼hlszustand oder eines nicht erwA¼nschten Gedankenmusters. Durch Focus auf diesen Zustand kann der negative Prozess aufgehalten und in eine neue Richtung gelenkt werden. Dieser Focus kann mittels eines Stopp-Worts, wie von Weinberg et. al beschrieben, eingeleitet werden. Robbins betont im Zusammenhang mit Focus auch das Training, das notwendig ist, um sich selbst bei unerwA¼nschten Gedankenmustern ertappen zu kApnnen. Incarnations sind nun SActze, welche einen neuen Prozess einleiten oder ihn verstAcrken kApnnen. Diese SActze sollen wiederholt geistig oder tatsAcchlich gesprochen werden. Als konkretes Beispiel fA¼hrt Robbins an, dass ein Manager vor einem bestimmten wichtigen Meeting sich den Satz a€žIch bin starka€œ vorsagen kann. Das Sprechen dieses Satzes wird in der Regel instinktiv physiologisch begleitet, zum Beispiel durch Ballen der FAcuste, wodurch die Wirkung noch verstAcrkt wird. Als weiteres Beispiel fA¼r das Zusammenspiel von Focus und Incarnations fA¼hrt Robbins an: Ein Mann Apffnet einer Frau die TA¼r und erhAclt dafA¼r eine ablehnende Geste der Frau. Die meisten MAcnner wA¼rden in der Folge das negative GefA¼hl der Ablehnung verspA¼ren und sich etwas denken wie: a€žIch habe es ja nur nett gemeint, aber bitte, wenn diese Dame so stur ist ...a€œ Laut Robbins ist es mApglich, durch den Focus auf das GefA¼hl eine automatisierte Folgereaktion aufzuhalten und stattdessen die Situation zu analysieren und die Reaktion zu verAcndern. Nach Robbins mA¼ssen zwei Aspekte untersucht werden, erstens wie man A¼ber eine Situation denkt und zweitens wie man sich auf Grund der Situation verhAclt. Zum Beispiel kann der Mann in der von Robbins beschriebenen Situation zu dem Entschluss kommen, dass es einfach Ausdruck der kulturellen PrAcgung der Frau ist, sich nicht die TA¼r aufhalten zu lassen, da fA¼r sie dieses Angebot eine A¼beralterte mAcnnliche Bevormundung ausdrA¼ckt, und in der Folge nicht harsch auf die Reaktion der Frau reagieren. SelbstverstAcndlich sind in dieser Beispielsituation viele weitere Varianten mApglich, wie eine Person durch Focus sein Verhalten oder seine Art zu denken verAcndern kann, nicht nur fA¼r die bestimmte Situation sondern selbstverstAcndlich auch fA¼r Folgesituationen. Es ist wichtig an diesem Punkt zu erwAchnen, dass Focus und die von Weinberg et. al beschriebene Stopp-Strategie mit dem Ziel Gedanken umzulenken bzw. die MApglichkeit erApffnen, Situationen zu analysieren, ihre grApAŸte Anwendung in der Trainingsvorbereitung finden. Zum einen, weil Um-Bewertungen von Situationen Zeit und systematisch wiederholtes Training erfordern und zum anderen, weil es ja gerade viele Situation erfordern, dass wir zA¼gig und flA¼ssig handeln. EberspAccher sagt: a€žVor und nach einer Aktion sind Bewertungen und Gedanken um Anforderungen, AnsprA¼che und Konsequenzen unabdingbar, wAchrend der AusfA¼hrung dagegen sind die meisten kontraproduktiv und bringen uns keinen Schritt weiter ... Vor diesem Hintergrund erscheint die Trennung von Handeln und Konsequenzen-Denken als fundamentale Voraussetzung fA¼rs Gelingen.a€œ SelbstverstAcndlich kann Incarnation auch mit Bildern arbeiten, wie bei mental imagery beschrieben. Zum Beispiel kann die Incarnation a€žIch bin starka€œ mit einem selbst produzierten geistigen Bild noch verstAcrkt werden. Zum Beispiel kApnnte das Vorstellen eines Samurai KAcmpfers die Inkarnation verstAcrken. Robbins Begriff des Envisioning ist weitgehend gleichbedeutend mit mental imagery. Robbins, sowie Waitley behaupten, dass mental imagery nicht nur simultane physiologische VerAcnderungen bewirkt, sondern darA¼ber hinaus sich neuronal verankern und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer zukA¼nftigen Verwendung dieser neuronalen Strukturen erhApht. Will eine FA¼hrungskraft zum Beispiel eine Verhandlung mit einem gewA¼nschten Ziel abschlieAŸen, so sollte die Vorbereitung der Situation durch Envisioning (auch a€žVisualisierunga€œ) zu einem besseren Verhandlungsergebnis fA¼hren. Dabei ist es wichtig, Ziele und Situationen so prAczise und naturgetreu wie mApglich zu visualisieren und sie zu erleben als wAcre das Erreichen gerade eingetreten. Waitley sagt in diesem Zusammenhang zur Wirkung von mental imagery: a€žDenn unser Gehirn erkennt nicht den Unterschied zwischen dem was wirklich passiert und dem was wir uns vorstellen.a€œ Waitley und Robbins stellen diese Behauptungen auf, ohne auf eine empirische Grundlage zu verweisen. Punkt 6 dieser Arbeit wird sich der Frage widmen, wie das menschliche Gehirn lernt und einen Blick hinter die Behauptungen von Robbins und Waitley ermApglichen. Kapitel 5.2.3, Das Autogene Training: SchlieAŸlich ist noch das Autogene Training zu erwAchnen, da in dieser Methode eine interessante Kombination von mental imagery und self talk Anwendungen gesehen werden kann. Die ursprA¼nglich vom Psychiater J. H. Schultz entwickelte Entspannungstechnik beruht auf Autosuggestion und stellt eine weit verbreitete und anerkannte Technik dar, um Stress, Schmerzen und psychosomatische StAprungen zu behandeln. Auch auf Krankheiten wie Asthma, Rheuma, MigrAcne und Magen-Darm Erkrankungen hat das Autogene Training nachweislich eine positive Wirkung. Wie wirkt das Autogene Training? Der Psychotherapeut und Mediziner Dietrich Langen sagt: a€žMit Hilfe des Autogenen Trainings wird ein gewisser Einfluss auf zuvor unwillkA¼rlich ablaufende VorgAcnge im vegetativen Nervensystem ausgeA¼bt. Dieser Einfluss wird mApglich durch eine bewusste Entspannung von Muskelfasern, welche die Entspannung A¼ber Nervenimpulse bestimmten Gehirnregionen mitteilen. Von dort aus werden verschiedene Funktionen zentral gesteuert, so dass sich - sehr vereinfacht ausgedrA¼ckt - die Entspannung nun auch auf diese anderen KAprperfunktionen A¼bertrAcgt.a€œ Autogenes Training bewirkt eine tief reichende Entspannung und eine bessere Durchblutung des KAprpers. a€žDie Grundlage des Autogenen Trainings bildet ein Gedanke (Konzentration), der zu kAprperlichen VerAcnderungen fA¼hren soll, die wir beispielsweise als Schwere oder WAcrme empfinden.a€œ Bereits der Mediziner Peter Polzien konnte belegen, dass durch Autogenes Training die KAprpertemperatur an den HAcnden zu-, wAchrend gleichzeitig die restliche KAprperkerntemperatur abnahm. Dadurch gelang ihm der Nachweis, dass durch eine GefAcAŸerweiterung in den HAcnden verstAcrkt Blut aus dem wAcrmeren KAprperinneren in die kA¼hlere Peripherie flieAŸt. Aber nicht nur VerAcnderungen von KAprperfunktionen wie Temperatur oder Puls wurden mittlerweile belegt, sondern auch psychische VerAcnderungen. So konnten z.B. Schrapper a Mann nachweisen, dass sich regelmAcAŸiges Autogenes Training positiv auf das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsorientiertheit auswirkt. Als Kontrollgruppe dienten die Teilnehmer einer SchulungsmaAŸnahme der Industrie- und Handelskammer. Um das Befinden beider Gruppen (Versuchs- und Vergleichsgruppe) vor und nach den jeweiligen Gruppensitzungen zu vergleichen, wurde mit einer EigenschaftswAprterliste gearbeitet, die alle Personen ausfA¼llen mussten. a€žDabei zeigte sich, dass es zu Beginn der Stunde noch keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Gruppen gab. Im zeitlichen Verlauf jedoch kam es zu messbaren VerAcnderungen im Befinden - wobei bei der Vergleichsgruppe Aktiviertheit und Empfindlichkeit signifikant abnahmen. Im Gegensatz dazu fanden sich mehr als doppelt so viele positive VerAcnderungen der Befindlichkeit bei den Teilnehmern der Versuchsgruppe.a€œ Die Lehre des Autogenen Trainings beruht wesentlich auf dem ideomotorischen Gesetz (Carpenter Effekt), welches auch bei MT eine wesentliche Rolle spielt und besagt, dass das Sehen oder auch ein Gedanke, ein GefA¼hl oder eine Konzentration auf eine Bewegung im Gehirn stattfinden und dort auch die Tendenz zur AusfA¼hrung eben dieser Bewegung auslApst. Der Carpenter Effekt lAcsst sich heute in AnsActzen bereits nachweisen. (mehr dazu unter Punkt 6) Wie lAcsst sich das Autogene Training nun anwenden? Grundlegend sind zwei Formen zu unterscheiden: Unter- und Oberstufe. Die Unterstufe, auch Grundform genannt, dient vor allem der Entspannung und besteht A¼blicherweise aus sieben Aœbungen, die nacheinander Ruhe, Schwere und WAcrme in den Armen und Beinen, eine Beruhigung des Pulses und der Atmung, WAcrme im Sonnengeflecht und KA¼hle der Stirn durch Selbst-Suggestion hervorrufen. Die Aœbungen bestehen aus kurzen formelhaften Vorstellungen, welche sich der Aœbende mehrere Male im Geist vorstellt (bzw. vorsagt). Diese Vorstellungen nA¼tzen sowohl sprachliche Elemente (self talk) als auch bildliche Elemente (mental imagery). LeitsActze (self talk) wie a€žIch bin ruhig und entspannta€œ oder a€žMeine Beine werden schwer und warma€œ, werden mit bildlichen Vorstellungen wie z.B. a€žder Vorstellung von schweren Beinena€œ kombiniert. Die Unterstufe wird hAcufig auch noch um die formelhafte Vorsatzbildung ergAcnzt. Darunter versteht man individuelle LeitsActze, mit denen stAprende Reiz ausgeschaltet und bestimmte Ziele gesetzt werden kApnnen. Die individuellen Formeln bestehen in der Regel aus drei Teilen. Ich mApchte die formelhafte Vorsatzbildung an einem Beispiel verdeutlichen. Eine Person, die an einer SprachstAprung (a€žStotterna€œ) leidet, kann folgendermaAŸen vorgehen: Im ersten Teil der formelhaften Vorsatzbildung geht es darum, eine gewisse GleichgA¼ltigkeit gegenA¼ber dem Problem zu entwickeln, um die Aufmerksamkeit von der SprachstAprung weg zu lenken. Der erste Teil der Formel lautet dann: a€žSprechen in jeder Situation gleichgA¼ltig.a€œ Im zweiten Teil wird nun die Aufmerksamkeit auf ein positives Ziel gelenkt. Dies kann zum Beispiel der Inhalt des Gesprochenen sein. Der Leitsatz lautet dann: a€žSprechen gleichgA¼ltig - Inhalt wichtiga€œ. Der dritte Teil drA¼ckt nun aus, wie eine Person zu einem neuen Verhalten kommen solle, welche Eigenschaften sie benAptige und einsetzen mApchte. MApchte die Beispielperson ihre SprachstAprung durch mehr Selbstsicherheit besiegen, kApnnte die Formel lauten: a€žSprechen gleichgA¼ltig - Inhalt wichtig - durch Mut, Sicherheit, Selbstvertrauena€œ. Ein wesentlicher Punkt bei der formelhaften Vorsatzbildung ist, sie erst dann anzuwenden, wenn die GrundA¼bungen des Autogenen Trainings beherrscht werden. a€žSie wird nAcmlich erst dann voll wirksam, wenn die Entspannung von Muskeln, GefAcAŸen und Psyche durch die Ruhe-, Schwere-, WAcrme- und Atem-Aœbungen eingetreten ist.a€œ Das Selbe trifft auf die Oberstufe zu. Um sie erfolgreich anzuwenden mA¼ssen die Unterstufe und die formelhafte Vorsatzbildung ausgiebig trainiert worden sein. In der Oberstufe des Autogenen Trainings soll ein Problem mittels Suggestion so weit gelApst werden, dass die Person Heilung oder zumindest Linderung erfAchrt. Ziel der Oberstufe ist Selbsterkenntnis und PersApnlichkeitsbildung. FA¼r den Managementbereich ist die Anwendung der Grundstufe inklusive der formelhaften Vorsatzbildung ausreichend. Da die Aœbungsdauer relativ kurz ist (je nach Erfahrung und KonzentrationsfAchigkeit zwischen zwei und sechs Minuten), eignet sich das Autogene Training hervorragend fA¼r Arbeitspausen. Die Aœbungen des Autogenen Trainings kApnnen auch im Sitzen, der sogenannten Droschkenkutscherhaltung, durchgefA¼hrt werden, wodurch spezielle RuherAcume mit LiegemApglichkeiten fA¼r die Mitarbeiter nicht unbedingt notwendig sind. Ruhe und die Abwesenheit von StAprfaktoren wie klingelnde Telefone oder BA¼robesuche sind jedoch wichtige Voraussetzungen fA¼r den Erfolg des Autogenen Trainings, vor allem fA¼r AnfAcnger. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, im BA¼ro das Telefon auszuschalten, die TA¼re zu schlieAŸen und eine Notiz anzubringen, dass man nicht gestAprt werden wolle. Durch Autogenes Training kann also hAcufigen Problemen in Organisation wie Stress und KonzentrationsschwAcchen wirksam entgegen gewirkt werden. ZusActzlich zu den Entspannungswirkungen kann sich eine Person durch die formelhafte Vorsatzbildung individuell und speziell auf bestimmte herausfordernde Situationen vorbereiten. Ich habe bereits das Beispiel einer Person mit einer SprachstAprung vorgestellt, aber die Anwendungsbereiche der formelhaften Vorsatzbildung sind vielfAcltig. Denn stAprendes Verhalten, welches geAcndert werden soll, kann sehr mannigfaltig sein und von schlechten Angewohnheiten wie a€žNAcgelbeissena€œ oder Rauchen A¼ber Schwierigkeiten mit anderen Menschen bis hin zu A„ngsten reichen. Somit kann der Managementbereich nicht nur von den Entspannungswirkungen der Aœbungen der Grundstufe profitieren, sondern auch von der formelhaften Vorsatzbildung. Zum Beispiel kann durch Autogenes Training und formelhafte Vorsatzbildung bereits im Vorfeld die Aufmerksamkeit von einer stAprenden Person, die in einer Sitzung anwesend sein wird, weg gelenkt werden. Mit dem Autogenen Training mApchte ich nun auch die praktischen Anwendungen von MT und TSL im Managementbereich schlieAŸen. Im nun folgenden Abschnitt werde ich nAcher auf die Wirkungsweisen von TSL und MT eingehen und auch einen nAcheren Blick auf die Grundlagen des menschlichen Gehirns werfen.Was sind die Hypothesen fA¼r die Wirksamkeit kognitiver Strategien wie self talk und mental imagery und wie kApnnten die Mechanismen des mentalen Trainings im menschlichen Gehirn ablaufen? Um diese Fragen beleuchten zu kApnnen, wird anbsp;...

Title:'Thought Self Leadership' und Mentales Training für das Management
Author:Albert Griesmayr
Publisher:diplom.de - 2009-03-09


You Must CONTINUE and create a free account to access unlimited downloads & streaming